Sweeney Todd oder die Musik des Bösen

am 3. March 2008 geschrieben von yoghurt · kein Kommentar

(ILLU:) Gestern war ich in Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street und war begeistert. Das erste mal habe ich begriffen was wirklich teuflisch ist und was das Bibel Zitat „Wen dir einer auf die linke Wange haut dann halte auch die rechte hin“ bedeutet.

Alles war so gnadenlos real! Der Mensch, eigentlich und in seiner Mehrheit ein gutes Wesen, wird infiziert von Bösen. Was in Sweeney Todd, so brachial in einem einzigen Moment geschieht, geschieht täglich und real mit jedem von uns im Alltag und über die Jahre hinweg! Wir werden ungerecht behandelt, eine Minderheit der Menschen mag auch richtiggehend Böse sein, und wir passen uns an, um vermeintlich überleben zu können. Doch alles was passiert – ich verstehe jetzt auch warum Selbstjustiz so Böse ist – ist das wir selber uns dem Bösen nähern. Es ist wie eine schlechte monotone Musik die sich langsam aber stetig in unser Hirn frist, uns umnebelt und uns selbst unfähig macht etwas gutes und wertvolles zu komponieren! Die Tatsache aber, das es Komponisten, sei es Pop, Rock, Klassik oder Filmkompositionen sein, gibt die trotz Umnebelung und dem permanenten Terror von Bohlen&Co und seinen Sendungen und Helfers Helfer, gelingt kreativ zu sein und neue Musik zu Komponieren, ist der Beweis dafür das es Hoffnung gibt. Hoffnung für die Kunst und Hoffnung für die Menschheit!

Im Gegensatz zu Sweeney Todd, wo niemand des Lebens würdig ist, gibt es real doch Hoffnung.

Filmkritik Sweeney Todd: www.cineastentreff.de/content/view/4293/31/

Tags: Allgemein

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